Ich verbringe einen großen Teil meines Arbeitstags im Terminal. Dabei wurde mir klar: Das eigentliche Problem ist selten eine fehlende spektakuläre Funktion. Es sind die kleinen, wiederkehrenden Schritte — dieselben Server erneut öffnen, Passwortabfragen beantworten, zum Arbeitsverzeichnis zurückkehren, mehrere Sitzungen ordnen, eine Datei übertragen oder herausfinden, welcher Coding-Agent gerade auf eine Antwort wartet.

Viele Funktionen, die ich mochte, gab es bereits. Sie waren jedoch über verschiedene Terminals und Zusatzwerkzeuge verteilt. Ich wollte keinen Werkzeugkasten mit möglichst vielen Funktionen bauen. Ich wollte die Bausteine, die ich täglich brauche, an einem Ort zusammenbringen und so gestalten, dass sie selbstverständlich miteinander funktionieren.

Deshalb habe ich xtty entwickelt, ein natives Terminal für macOS.

Ein zusammenhängender Arbeitsablauf

Statt jede Funktion als isolierte Demo zu behandeln, verbindet xtty Aufgaben, die in derselben Arbeitssituation auftreten:

  • mehrere gespeicherte SSH-Hosts gemeinsam öffnen, einschließlich vorhandener Jump-Host-Konfigurationen;
  • Zugangsdaten aus dem macOS-Schlüsselbund einsetzen, wenn eine bekannte Passwortabfrage erscheint;
  • eine weitere unabhängige SSH-Verbindung zum selben Server und Arbeitsverzeichnis öffnen;
  • Shells in Tabs und geteilten Bereichen organisieren;
  • Eingaben ausschließlich an bewusst ausgewählte Bereiche senden;
  • Dateien mit rz und sz über native macOS-Dialoge übertragen;
  • über Hooks erkennen, ob Claude Code oder Codex arbeitet, fertig ist oder Aufmerksamkeit benötigt.

Diese Funktionen ersetzen weder die Shell noch OpenSSH, tmux oder die Coding-Agenten. Sie reduzieren die Vorbereitung und Verwaltung rund um diese Werkzeuge.

Bausteine statt starrer Vorlagen

xtty schreibt keinen „richtigen“ Arbeitsablauf vor. Hosts, Tabs, Bereiche, Eingabegruppen, Dateiübertragungen und Statusanzeigen sind kleine Bausteine, die sich je nach Aufgabe kombinieren lassen.

Ein Administrator kann mehrere Server öffnen und einen Befehl nur an ausgewählte Bereiche senden. Ein Entwickler kann Server, Logs und zwei Coding-Agenten gleichzeitig sichtbar halten. Andere nutzen ausschließlich das lokale Terminal. Das Produkt muss den Arbeitsablauf nicht im Voraus festlegen.

Umfang und Grenzen

xtty läuft unter macOS 15 oder neuer und ist für Apple Silicon sowie Intel verfügbar. Das lokale Terminal und bestehende SSH-Verbindungen gehören zur kostenlosen Edition.

Gespeicherte Hosts, gemeinsames Öffnen, Duplicate Tab, automatisches Ausfüllen von Passwörtern und Dateiübertragung gehören zu Pro. Es gibt eine siebentägige Testphase ohne Kreditkarte und einen optionalen Einmalkauf ohne Abonnement.

xtty ist keine IDE, kein SFTP-Browser und kein Dienst, der entfernte Prozesse nach dem Schließen der App weiterlaufen lässt. Für dauerhafte Remote-Sitzungen bleibt tmux das passende Werkzeug.

Welche Funktionen nutzt ihr heute in getrennten Werkzeugen, obwohl sie im selben Terminal selbstverständlich zusammenarbeiten sollten?

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung redaktionell bearbeitet. Der Entwickler hat die technische Beschreibung und den Funktionsumfang geprüft.